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Überzeugender Heimauftakt in die neue Saison

Überzeugender Heimauftakt in die neue Saison

Der FC Biel-Bienne 1896 hat sein erstes Heimspiel der Saison überzeugend gewonnen. Vor 731 Zuschauern in der Tissot Arena bezwang die Mannschaft den Aufsteiger SC YF Juventus mit 4:2 (2:0) und feierte damit den zweiten Sieg in Folge.

Gross war die Freude der Chaibeddra-Mannschaft auf die Rückkehr in die Tissot Arena und den Empfang des Aufsteigers YF Juventus. Die Zürcher sind in der vergangenen Saison in der 1. Liga Classic souverän durchmarschiert und haben sich den Aufstieg mehr als nur verdient. Das Team von Ex-Profi Nzuzi Toko (u. a. Grasshoppers Zürich) startete ambitioniert und gewillt, die 0:3-Niederlage der Vorwoche gegen die U-21 des FC Luzern schnell vergessen zu machen. Hoch stehend, frühes Pressing und dem klaren Ziel, Fehler zu erzwingen und im Ballbesitz rasch in die Spitze zu gelangen – so die Devise der Gäste. Nur: Die Rechnung wurde ohne die überragende Defensivarbeit der Bieler Abwehr um Paviot und Kuzmanovic gemacht. Mit ihren Mitspielern waren sie in sämtlichen Zweikämpfen Herr der Lage.

Wir begannen gewohnt selbstsicher und kombinierten uns in den ersten zehn Minuten geduldig nach vorne. Nach einer missratenen Spieleröffnung der Gäste setzten Dzonlagic und Ssebunya die Hintermannschaft der Zürcher derart unter Druck, dass Ssebunya den Ball eroberte und Dzonlagic ausgezeichnet in Szene setzte. Der Stürmer vollendete in Torjägermanier mit der Hacke zum 1:0 (10.).
In der Folge waren wir die klar überlegene Mannschaft und erarbeiteten uns Chance um Chance. In der 22. Minute flog Dzonlagics Abschluss übers Tor, fünf Minuten später sah Paviot seinen Kopfball nach herrlichem Freistoss von Moulin knapp über das Gehäuse fliegen (27.). In der 30. Minute hätte eine Einzelaktion von Pululu die Vorentscheidung bringen können: Nach einem Eckball der Gäste befreite Samba den Ball und der Rebound fiel Pululu auf Höhe der Mittellinie vor die Füsse. Der schnelle Angreifer dribbelte zwei Gegner aus und traf nur den Pfosten.
Es dauerte bis zur 37. Minute, bis wir den verdienten zweiten Treffer nachlegten. Im Halbfeld wurde Ssebunya festgehalten. Den fälligen Freistoss zirkelte Moulin gefühlvoll und mit toller Übersicht auf den zweiten Pfosten, wo der reinstartende Paviot freistehend mit dem rechten Fuss zum 2:0 einschob. Mit diesem Resultat und bei angenehmen 28 Grad ging es in die Pause.

Die Gäste reagierten mit einem Doppelwechsel und versuchten, den Druck zu erhöhen. Die kompakt agierende Bieler Mannschaft fand nach Ballverlusten jedoch rasch in ihre Grundordnung zurück und liess nur vereinzelt annähernd gefährliche Situationen zu. Eine Hereingabe von rechts (54.) hätte kritisch werden können, doch Debütant Ombala (gekommen von Vevey) spitzelte den Ball sicher zum Eckball.
Nur vier Minuten später (58.) bauten wir die Führung weiter aus. Der wirblige Ssebunya konnte im Strafraum nur mit einem Foul gestoppt werden. Pululu schnappte sich den Ball und verlud Kiassumbua gekonnt in die andere Ecke – 3:0. Alles schien gelaufen.

Toko setzte mit der Einwechslung des ehemaligen Lustenau-Profis Eyamba auf die Alles-oder-Nichts-Karte und brachte tatsächlich frischen Wind ins Spiel der Gäste. Gleich nach seiner Hereinnahme (62.) kam Eyamba zu einem gefährlichen Kopfball nach einer Flanke von rechts. Auch auf Bieler Seite fügten sich die Neuen gut ein: In der 70. Minute legte der nächste Debütant Chihadeh für Beltran auf - dessen satter Schuss flog nur knapp über das Tor. Zwei Minuten später (72.) spielte Ombala einen gefährlichen Ball hinter die Abwehr auf Pululu, den der Torhüter noch parierte. Spätestens da war klar, dass YF Juventus in diesem Spiel nicht mehr gefährlich werden konnte.

In den letzten zehn Minuten schien der Widerstand der Zürcher dann eigentlich schon endgültig gebrochen. Biel stand hinten sicher, hatte das Spiel unter Kontrolle und verwaltete das Tempo gekonnt. Vielleicht war es dann doch etwas zu viel des Guten. In der 86. Minute erhöhten wir nach einer gefährlichen Ecke von Moulin und einem Pass von Maurer durch Mäder auf 4:0. In den Schlussminuten geriet die Mannschaft jedoch unnötig ins Wanken: Eyamba zirkelte den Ball in der 88. Minute aus dem Nichts ins lange Eck und in der ersten Minute der Nachspielzeit hatte La Rocca alle Zeit der Welt, um in den Strafraum zu passen – die als Flanke gedachte Hereingabe schlug zur Überraschung aller im langen Eck ein.

Vor 731 fantastischen Zuschauern bedurfte es dieses Wehmutstropfens nicht mehr. Nimmt man die vorhergehenden 86 Minuten als Massstab, gebührt der Mannschaft für diesen Einsatz ein riesengrosses Kompliment. Mit dem zweiten Sieg in Folge reiht sich der FC Biel-Bienne in die Spitzengruppe ein und geniesst nun ein erstes Saisonhighlight. Am nächsten Sonntag erwartet die Mannschaft von Samir Chaibeddra den Barrage-Teilnehmer der Challenge League, den FC Aarau, zum Cup-Fight.

Meisterschaft – Promotion League

FC Biel-Bienne – SC YF Juventus 4:2 (2:0)
Tissot Arena, Biel. – 731 Zuschauer. – SR: Temmar.

Tore: 1:0 Dzonlagic (10.), 2:0 Paviot (37.), 3:0 Pululu (58., Elfmeter), 4:0 Mäder (86.), 4:1 Eyamba (88.), 4:2 La Rocca (90+1.).

FC Biel-Bienne 1896: Fohouo – Samba (66. Beltran), Kuzmanovic, Paviot, De Freitas – Bouameur, Moulin – Ssebunya (66. Chihadeh), Maltet (66. Mäder), Pululu (76. Maurer) – Dzonlagic (35. Ombala).

SC YF Juventus: Kiassumbua – Mallo, Laski, Lekaj (61. Teixeira), Duong – Z. Hasani – Kubli, Ramizi (46. Brahimi), Janett (61. Eyamba) – Figueiredo (77. Gando), Tavares (46. La Rocca).

Bemerkungen: Biel-Bienne ohne Asani, Essay, Tebib, Vasic (alle verletzt), Benmeskine, Gomis, Kadriu (alle 2. Mannschaft), Jakob (nicht im Aufgebot).
Karten: 71. Mallo (gelb, Foul).