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Vorschau: FC Paradiso

Vorschau: FC Paradiso

Am Samstag wartet im Tessin das nächste Spitzenspiel auf uns: Auf dem Campo Pian Scairolo treffen wir auf den FC Paradiso, die aktuell formstärkste Mannschaft der Promotion League. Die Tessiner sind seit fünf Partien ungeschlagen und haben sich nach einer schwierigen Vorsaison in der Spitzengruppe festgesetzt.

Wie gross dieser Sprung ist, zeigt ein Blick zurück: In der Saison 2025/26 rettete sich Paradiso mit 35 Punkten als Tabellensechzehnter nur knapp vor dem Abstieg. Nach 13 Runden steht die Mannschaft von Trainer Corrado Cotta nun mit sieben Siegen, drei Unentschieden und drei Niederlagen bei 24 Punkten auf Rang 4, das Torverhältnis lautet 26:14. Cotta übernahm im Sommer – es war bereits der sechste Trainerwechsel in Paradiso innerhalb von zwei Jahren. Hinter dem Projekt steht seit dem Frühling 2025 auch der ehemalige argentinische Stürmer Maxi López, dessen Investmentgesellschaft 40 Prozent am Klub hält. In den letzten fünf Spielen holte Paradiso drei Siege und zwei Unentschieden, zuletzt gab es einen 2:1-Auswärtssieg bei der U21 des FC Luzern.

Auffällig ist, wie unterschiedlich die Tessiner zu Hause und auswärts auftreten. In der Fremde sind sie mit fünf Siegen und einem Remis bei 16:6 Toren noch ungeschlagen – unter anderem gelang ein 5:2 in Grand-Saconnex und ein 2:2 in Bulle. Vor eigenem Publikum hingegen stehen erst zwei Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen zu Buche; Schaffhausen, Breitenrain und YF Juventus nahmen die drei Punkte aus Paradiso mit.

Im Sommer wurde der Kader kräftig umgebaut: zehn Zugänge stehen dreizehn Abgängen gegenüber. Der grosse Glücksgriff heisst Aleksandar Babic. Der 22-jährige Mittelstürmer kam ablösefrei vom Erstligisten FC Black Stars und hat in 13 Einsätzen bereits zehn Tore erzielt und drei weitere vorbereitet. Neben ihm stürmt mit dem 1,98 Meter grossen Federico Rasic (34) ein Routinier, der sechsmal getroffen hat. Der ebenfalls neue Rechtsaussen Santiago Mateucci steuerte fünf Treffer bei. Für zusätzliche Optionen sorgen Théophil Bachmann, der vom Ligakonkurrenten Schaffhausen kam, und der 1,96 Meter grosse Frosinone-Leihspieler Alejandro Cichero. Erfahrung bringt der 37-jährige Ezequiel Schelotto ein, der früher unter anderem für Inter Mailand, Catania und Sporting Lissabon spielte. Zwischen den Pfosten stand in allen 13 Partien Yannis Pala. Nach den beiden Gegentoren nach Eckbällen gegen Cham ist gerade bei Standards gegen die kopfballstarken Tessiner höchste Konzentration gefragt.

Die Bilanz spricht für uns: In den sechs Promotion-League-Duellen seit 2023 sind wir ungeschlagen geblieben (drei Siege, drei Unentschieden). In Paradiso gewannen wir im September 2023 mit 2:1 und im November 2024 mit 1:0, in der letzten Saison trennte man sich im Tessin 2:2 und in der Tissot Arena 0:0. Bester Torschütze dieser Duelle ist Omer Dzonlagic mit drei Treffern. Bekannte Namen findet man auf der Gegenseite übrigens nicht mehr: Die beiden Ex-Bieler Samuel Delli Carri und Tician Tushi haben Paradiso im Sommer verlassen.

Wir selbst reisen als Leader an. Nach zwölf Spielen stehen wir mit acht Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage bei 27 Punkten und einem Torverhältnis von 27:14. Bulle ist mit einem Spiel mehr punktgleich, Schaffhausen liegt mit einer Partie weniger zwei Zähler zurück, Paradiso deren drei. Gegen Cham bewies die Mannschaft einmal mehr Moral: Nach dem 1:2-Rückstand gelang Dagui Paviot mit der letzten Aktion des Spiels der Ausgleich – unsere Stärke in der Schlussphase ist inzwischen ein echtes Markenzeichen.

Am Samstag treffen damit zwei der stabilsten Defensiven der Liga aufeinander – beide Teams haben erst 14 Gegentore kassiert. Gegen einen formstarken und selbstbewussten Gegner wollen wir unsere Serie gegen Paradiso fortsetzen und die Tabellenführung verteidigen.

Anpfiff ist am Samstag um 15.00 Uhr auf dem Campo Pian Scairolo. Wir freuen uns auf die Unterstützung aller mitgereisten Fans – wer den Weg ins Tessin nicht antreten kann, verfolgt das Spiel live auf RED+ TV!