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Dramatisches 1:1 im Stade de Bouleyres

An einem sommerlichen Sonntagnachmittag hatte der FC Bulle das altehrwürdige Stade de Bouleyres für nur fünf Franken öffnen lassen und zum vollen Haus aufgerufen. 848 Zuschauer kamen – und erlebten eine Partie, die bis zum Schlusspfiff Spannung und Brisanz bot.

Die vielen direkten Duelle der vergangenen Jahre und die wechselseitigen Spielertransfers hatten dem Aufeinandertreffen ohnehin eine besondere Note verliehen. Beide Teams gingen von Beginn an entschlossen zur Sache und schenkten sich nichts.
Die Hausherren erwischten den besseren Start. Bereits in der 9. Minute zog Giordano nach einem Pass in die Tiefe von Raherinaivo davon – wir hatten nach einem Eckball schlecht umgeschaltet. Fohouo kam gerade noch rechtzeitig aus seinem Kasten und verhinderte den Abschluss. Vier Minuten später (13.) war erneut Raherinaivo gefährlich: Nach einer starken Einzelaktion von Kasongo drehte der Fohouo den Schuss reflexstark um den Pfosten.

Danach übernahmen wir die Kontrolle. Wir spielten diszipliniert und dominant, ohne jedoch vor dem gegnerischen Tor wirklich zwingend zu werden. Bulle liess sich zurückfallen und verteidigte kompakt. In der 30. Minute hätte Kuzmanovic beinahe gegen seinen Ex-Verein getroffen: Nach einem Eckball von Moulin stieg er am höchsten und setzte den Ball nur knapp am Pfosten vorbei. In der Folge wurde Bulle mutiger und eroberte sich mehr Spielanteile zurück. Kurz vor der Pause (42.) kam Topscorer Ukmata zu seinem ersten Abschluss – Fohouo entschärfte.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. In der 53. Minute belohnten wir uns für den ansehnlichen Auftritt: Nach einem Foul von Correa an Pululu trat Moulin den Freistosss aus 18 Metern präzise in die Torwartecke – 0:1. Die Freude war gross. Knapp drei Minuten (56.) später legte Dzonlagic von rechts auf den zweiten Pfosten, Pululu traf den Ball jedoch nicht richtig und schoss über das Gehäuse.

Dann die Wende: In der Spieleröffnung der Hausherren holte Jakob den Bulles Offensivmotor Petignat von den Beinen. Es war sein zweites Foul, der Schiedsrichter zeigte konsequent Gelb-Rot. Nun mussten wir von da an mit zehn Mann weiterspielen. Trainer Chaibeddra reagierte sofort und stärkte die Defensive, denn Bulle wurde mit zunehmender Spieldauer gefährlicher – von der Müdigkeit des Mittwochssiegs (3:0) gegen YB U-21 war nichts zu spüren.

Trotzdem hätten wir in dieser Druckphase noch erhöhen können: In der 76. Minute schloss Dzonlagic ab, Zbinden lenkte den Ball an die Latte. Der anschliessende Eckball blieb ohne Folgen. Bulle warf nun alles nach vorne. In der 87. Minute hätte Ukmata nach einem Fehler von Paviot zuschlagen können, sein Schuss flog über das Tor. Zwei Minuten später (89.) grätschte Paviot in Extremis in einen Abschluss und verhinderte Schlimmeres.

Als sich alle auf einen Auswärtssieg einzustellen schienen, kam der bittere Ausgleich: In der fünften Minute der Nachspielzeit verlor Beltran den Ball, Bulle stiess über die linke Seite vor, Raherinaivo fand am zweiten Pfosten den sich freigeschlichenen Ex-Bieler Monney, der den Ball über die Linie drückte. Mit dem Schlusspfiff stand es 1:1.

Das Unentschieden ist aus neutraler Sicht verdient. Wir hatten starke Phasen und wären mit elf Spielern bis zum Ende wahrscheinlich siegreich geblieben. Doch Bulle liess nie nach und erkämpfte sich den Punkt. Mit diesem Resultat bleibt der FC Biel seit fünf Spielen ungeschlagen und steht erstmals allein an der Tabellenspitze.

Nächste Woche gilt es, diesen Platz an der Sonne im Heimspiel gegen die U-21 der Young Boys zu verteidigen.

Meisterschaft – Promotion League

FC Bulle – FC Biel-Bienne 1:1 (0:0)
Stade de Bouleyres. – 848 Zuschauer. – SR: Tester.

Tore: 0:1 Moulin (53.), 1:1 Monney (90+5.).

FC Bulle: Zbinden – Rexhaj, Rexhaj, Monney, Sumbula, Robert (71. Nushi) – Kasongo (71. Antunes), Correa – Giordano (71. Reina), Petignat (79. Gelato), Raherinaivo – Ukmata.

FC Biel-Bienne 1896: Fohouo – Samba (86. Ombala), Kuzmanovic, Paviot, De Freitas – Mäder – Moulin (86. Vasic), Jakob, Bouameur (63. De Oliveira), Pululu (86. Beltran) – Dzonlagic (80. Kadriu).

Bemerkungen: Biel ohne Asani, Chihadeh, Essay, Maltet, Maurer, Ssebunya, Tebib (alle verletzt).
Karten: 19. Ukmata (gelb, Foul), 22. Kasongo (gelb, Unsportlichkeit), 22. Jakob (gelb, Foul), 56. Jakob (gelb-rot, Foul), 90+2. Vasic (gelb, Foul).


Vorschau: FC Bulle

Am kommenden Sonntag steht im Stade de Bouleyres das Duell der zwei offensivstärksten Mannschaften der Promotion League an. Der FC Biel-Bienne trifft auf den FC Bulle – und mit Andi Umkata auf Seiten der Gastgeber sowie Presley Pululu bei den Seeländern stehen sich zwei der treffsichersten Stürmer der Liga gegenüber.

Zwischen den beiden Clubs besteht seit jeher ein besonderes Verhältnis. Regelmässig wechselten Spieler den Verein hin oder her; aktuell verstärken Innenverteidiger Marko Kuzmanovic die Bieler und Seydina Doumbia die Greyerzer. Der Respekt ist gegenseitig gross und beide Teams werden das Spiel entsprechend angehen.

Die Erinnerungen an die Begegnungen der letzten Saison sind noch frisch: Vor beinahe exakt einem Jahr siegten wir in Bulle mit 4:1 – damals trugen sich vier unterschiedliche Spieler in die Torschützenliste ein. Noch präsenter ist der 4:1-Erfolg im März, als Ssebunya und Dzonlagic mit absoluten Traumtoren für Furore sorgten.

Seither hat sich beim Gegner einiges getan. Mit drei Siegen und einem Unentschieden (2:2 bei Breitenrain) klebt Bulle dem FC Biel-Bienne auf den Fersen. Zwölf neue Spieler sind ins Greyerzerland gewechselt, darunter zwei Rückkehrer, unser ex-Spieler Seydina Doumbia und der Bieler Valentin Nushi vom FC Bassecourt. Die spannendste Verpflichtung dürfte Samuel Kasongo sein: Der bei YB ausgebildete Mittelfeldspieler und Dauerläufer kommt über Stationen bei Xamax, Toulouse und Yverdon, um seine Karriere neu zu lancieren.

Beim FC Biel-Bienne macht sich nach der anstrengenden englischen Woche Selbstbewusstsein breit. Die Mannschaft ist fokussiert und willig, auch auswärts die nächsten drei Punkte zu holen. Trainer Chaibeddra kann auf ein motiviertes und bestens aufgelegtes Kollektiv zählen, das mit vier Siegen in Folge und einer historischen Serie in der Promotion League keineswegs zurücklehnen will – das Ziel bleibt klar: oben an der Tabelle dranzubleiben.

Dass dem Spiel besondere Brisanz zukommt, zeigt auch die Entscheidung des FC Bulle, den Eintrittspreis für das gesamte Stadion auf CHF 5.– zu senken und möglichst vielen Zuschauern den Besuch zu ermöglichen. Der FC Biel-Bienne freut sich auf die lautstarke Unterstützung der mitgereisten Fans und wird bis zur letzten Minute alles daran setzen, die weisse Punkteweste zu behalten.


Comeback und fünf verschiedene Torschützen

Das dritte Spiel innerhalb einer Woche – der sogenannten Englischen Woche – forderte uns aufgrund der hohen Temperaturen und der vorangegangenen Belastungen gegen Aarau (Cup) sowie Brühl (Spitzenteam, das zu Hause seit über einem Jahr nicht mehr verloren hatte) einiges ab. Dazu kam die ambitionierte U-21-Mannschaft von Lugano, die besser ist, als es das Resultat vermuten lässt.

Dennoch merkte man unserer Mannschaft die Belastung nicht an: Wir rannten an, drückten hoch und kamen bereits nach 18 Sekunden zur ersten Torchance. Der erneut blendend aufgelegte Moulin sah mit einem Zuckerpass den tief gestarteten Beltran, dessen Direktabnahme zur ersten Belastungsprobe für den in dieser Saison erstmals eingesetzten Torhüter Mina wurde.

Statt weiter zu drücken, gelang es Lugano erstmals nach vier Minuten, sich zu entlasten. Nach einem harmlos wirkenden Rückpass von Paviot zu Fohouo schätzte dieser die Situation ungenau ein. Sein Zuspiel zu Asani wurde abgefangen und der wirblige Raffa zwang Fohouo zur ersten Parade im Spiel.
So schien es in der Folge doch noch, als hätten wir den beiden Spielen dieser Woche zu viel Tribut gezollt. Unerklärlich, wie wir dann nach 14 Minuten in Rückstand gerieten: Nach einem verlorenen Ball in die Spitze gelang es Mina, einen langen Ball zurückzuspielen. Ombala passte zu ungenau und schwierig zur direkten Verarbeitung für Fohouo zurück, der gezwungen war, den Ball mit dem Kopf zu spielen. Dieser Kopfball verwandelte sich direkt zur Vorlage für Rüeger, der den Ball überlegt ins verwaiste Tor loben konnte – 0:1 zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.

Die Mannschaft von Samir Chaibeddra war nun gewillt, dieses Fauxpas ungeschehen zu machen. In der 21. Minute setzte sich links Dzonlagic durch und passte in die Mitte zu Pululu, der direkt zu Moulin weiterleitete. Dieser hatte das Visier noch nicht richtig eingestellt – leichte Beute für Mina.
Nach einem Freistoss in der 32. Minute erhöhten die Gäste aus dem Tessin plötzlich zum 0:2. Einen mässig getretenen Freistoss von Lugano-Profi Ajdin konnte niemand klären. Zurmühle reagierte mit dem Rücken zum Tor am schnellsten und bediente Raffa, der mit einem satten Schuss erhöhte. Dieser Rückstand wog nun schwer.

Trotz allem blieben wir im Spiel und konnten in der 44. Minute nach einem Zuspiel von Jakob rechts zu Beltran und dessen mustergültiger Flanke auf den Kopf von Dzonlagic verkürzen. Der Treffer ins untere Eck war präzise und unhaltbar – zumindest ein bisschen Schadensbegrenzung. Doch damit nicht genug: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang Kuzmanovic ein Tor mit der Brust, nachdem Moulin einen Eckball scharf hereingetreten hatte und sich für den Innenverteidiger niemand zu kümmern schien. Uns konnte es egal sein – 2:2 und Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit gelang es uns, besser ins Spiel zu finden. Mit der Einwechslung von Samba und Mäder sowie dem bereits zuvor verletzungsbedingten Wechsel (36.) von Jakob für Bouameur kam deutlich frischer Wind in unser Spiel.
In der 56. Minute gingen wir dann verdient in Führung: Moulin, im Zentrum angespielt, sah rechts den tief startenden Beltran, der den Lugano-Torwart ausserhalb der Strafraumkante mit einer Halb-Flanke und einem Halb-Schuss überraschte und zum 3:2 einschoss. Die Freude auf unserer Seite war natürlich riesengross – der Rückstand hatte sichtbare Spuren hinterlassen.
Fünf Minuten später (61.) war Zeit für den nächsten Geniestreich des seit Wochen überragenden Presley Pululu. Mäder konnte im Mittelfeld den Ball nach einem Luftzweikampf Kuzmanovics in Empfang nehmen, sah den freistehenden Jakob und leitete direkt weiter zu Pululu. Was danach folgte, war einfach Weltklasse: Pululu setzte sich im 1-gegen-1 durch, zog nach innen und setzte den Ball ins entfernte Lattenkreuz zur mehr als verdienten 4:2-Führung. Der Bann bei den Gästen war gebrochen.

In der Folge gelang es uns immer besser, flüssige Kombinationen zu zeigen und immer häufiger gefährlich in die gegnerische Platzhälfte zu gelangen. Lugano hatte ab hier deutlich mehr Mühe, unser Vertikalspiel zu kontrollieren – wir waren nun endlich richtig im Spiel angekommen.
Zu erwähnen ist das Ligadebüt des erst 17-jährigen Eigengewächses Zablon Abraham, der sich ab der 68. Minute gut einreihte und durchaus zu gefallen wusste. Mit dieser Leistung ist er ein Versprechen für die Zukunft und ein Zeichen der Förderung unserer jungen und talentierten Spieler. Ihm gelang es dann auch in der 84. Minute einen Elfmeter herauszuholen, nachdem er mustergültig von Jakob angespielt worden war. Den fälligen Strafstoss verschoss Dzonlagic leider.

Zwei Minuten vor Schluss (88.) war es dann endgültig gelaufen: Moulin krönte seinen Auftritt nach einem mustergültigen Zuspiel von Dzonlagic via Innenpfosten zum 5:2-Endresultat.
Kurz vor Schluss erhielt Fohouo nochmals die Gelegenheit zur Auszeichnung – und was für Paraden. Nachdem Frizzi mit seinem Schuss an ihm gescheitert war, gelang es auch dem anderen eingewechselten Riva (89.) im Nachschuss nicht, das Tor zu treffen.

Erfreulich nach diesem Sieg ist die Erkenntnis, dass wir einen ähnlichen Rekordstart wie in der Aufstiegssaison 2020/21 hingelegt haben und in vier Spielen die volle Punktzahl behalten. Weiter erfreulich ist die Tatsache, dass sich bei fünf Toren fünf verschiedene Torschützen eintragen liessen. Auch das ist eine neue Qualität dieser Mannschaft, die immer für Gefahr sorgen kann.

Weiter geht es für unsere Mannschaft nächsten Sonntag zum Spitzenteam aus dem Gruyère – dem FC Bulle – und dem Wiedersehen mit Seydina Doumbia und Thoma Monney.

Meisterschaft – Promotion League

FC Biel-Bienne – FC Lugano U-21 5:2 (2:2)
Tissot Arena, Biel. – 730 Zuschauer. – SR: Müller.

Tore: 0:1 Rüeger (12.), 0:2 Raffa (32.), 1:2 Dzonlagic (44.), 2:2 Kuzmanovic (45+3.), 3:2 Beltran (56.), 4:2 Pululu (61.), 5:2 Moulin (88.).

FC Biel-Bienne 1896: Fohouo – Ombala (46. Samba), Kuzmanovic, Paviot, De Freitas – Asani (46. Mäder) – Beltran (68. Abraham), Moulin, Bouameur (36. Jakob), Pululu (78. De Oliveira) – Dzonlagic.

FC Lugano U-21: Mina – Gamba, Krueziu (64. Chiesa), Carbone – Davis (46. Osvaldo), Puddu (85. Riva), Ajdin, Rüeger – Tiraboschi (64. Gervasini), Raffa – Zurmühle (64. Frizzi).

Bemerkungen: Biel-Bienne ohne Essay, Maltet, Maurer, Ssebunya, Tebib, Vasic (alle verletzt), Chihadeh (gesperrt).
Karten: 22. Zurmühle (gelb, Foul), 31. Moulin (gelb, Foul), 32. Raffa (gelb, Unsportlichkeit), 35. Kuzmanovic (gelb, Foul), 47. Krueziu (gelb, Unsportlichkeit), 74. Jakob (gelb, Foul).


Knapper 0:1-Erfolg in St. Gallen

Mit dem dritten Sieg in Folge und dem Punktemaximum aus den ersten drei Partien hat der FC Biel-Bienne 1896 den optimalen Start in die laufende Saison der Promotion League hingelegt. Das Nachtragsspiel gegen den SC Brühl SG, das wegen des Cup-Einsatzes beider Mannschaften verlegt werden musste, wurde am Mittwochabend zum ersten Flutlichtspiel der Saison – und das unter angenehmen Bedingungen im Paul-Grüninger-Stadion.

Das Duell war im Vorfeld als Spitzenspiel angekündigt worden und auf dem Platz entwickelte es sich auch genau dazu. Beide Teams hatten ihre ersten Partien gewonnen, schenkten sich nichts und führten unzählige Zweikämpfe. Gegenseitiger Respekt prägte die Begegnung, in der beiden klar war: Kleine Fehler können schnell vorentscheidend sein.

Erste Halbzeit ohne Höhepunkte
In den ersten 45 Minuten gelang es keiner Mannschaft wirklich, sich durchzusetzen. Brühl operierte in einem nicht klassischen 4-4-2 mit viel Rotation und Positionswechseln, setzte zum frühen Pressing an und zwang uns zu teilweise unkoordiniertem Spielaufbau. Zwingend wurden die Gastgeber dabei jedoch nicht.
Nach überstandener erster Druckphase setzte sich Pululu in der 16. Minute erstmals durch, sein Abschluss blieb aber ungefährlich für Brühl-Torhüter Heim. Zwei Minuten später (18.) schickte der überragende Fohouo Beltran (der erstmals von Beginn an auflief) auf die Reise. Statt den Ball nach rechts auf den mitgelaufenen Bouameur zu spielen, entschied sich Beltran für den Abschluss. Kurz darauf (21.) eroberte Asani den Ball in der Mitte, leitete auf Bouameur weiter, der sofort zu Pululu passte – dessen Schuss aus spitzem Winkel konnte gerade noch entschärft werden.

Auch Brühl kam besser ins Spiel und nutzte in der 38. Minute eine erste Unordnung in unserer Hintermannschaft: Bahtiyari sprang am höchsten und köpfte den Ball in die Arme von Fohouo. So ging es mit 0:0 in die Pause – bei einer Partie auf gutem Niveau.

Fohouo hält, Pululu zaubert
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Brühl den Druck spürbar und suchte die Führung. Die bis dahin beste Chance der Partie (52.) vereitelte der blendend aufgelegte Fohouo mit einer Glanzparade: Tunahan Cicek, Brühls bester Mann, löste sich im Mittelfeld, behielt die Übersicht und bediente den freien Dorta. Dessen Direktschuss lenkte Fohouo über das Tor. Drei Minuten später (55.) zeichnete sich der Bieler Schlussmann erneut aus, diesmal gegen einen Abschluss von Kucani.

Just in dieser Drangphase der "Kronen" gelang uns der Befreiungsschlag – und was für einer! Nach einem Einwurf von links kombinierten sich Pululu und Asani durch die Reihen der Heimmannschaft. Pululu fasste sich ein Herz und zauberte das Tor des Jahres aus dem Hut: Sein Hammer aus 25 Metern landete unhaltbar im Winkeldreieck (59.). Heim, der bis dahin kaum Gelegenheit gehabt hatte, sich auszuzeichnen, war chancenlos.

Sichtlich geschockt, stemmte sich Brühl noch einmal gegen die drohende Niederlage. In der 72. Minute rettete erneut Fohouo – diesmal gegen Dorta. Man hatte langsam das Gefühl, einem Privatduell beizuwohnen und Fohouo war in Extraform. Auch vier Minuten später (76.) waren wir hellwach: Paviot grätschte in eine scharfe Hereingabe von rechts und spedierte den Ball zum Eckball.

Hart erarbeitet und moralisch stark
Am Ende blieb es beim 0:1 – einem hart erarbeiteten, sicher nicht schönen Sieg, den sich die Mannschaft nach der intensiven Belastung im Cupspiel gegen Aarau dank ausgezeichneter Moral und grossem Kampfgeist in St. Gallen geholt hat.

Nun blickten wir auf das kommende Heimspiel am Sonntag gegen den FC Lugano U-21. Die Tessiner stehen nach drei Runden mit einem Sieg und zwei Niederlagen da. Der FC Biel-Bienne freut sich auf eine grosse Anhängerschaft und strebt den Ausbau der Siegesserie an, um weiterhin in der Spitzengruppe eine bedeutende Rolle zu spielen.

Meisterschaft – Promotion League

SC Brühl SG – FC Biel-Bienne 0:1 (0:0)
Paul-Grüninger-Stadion. – 680 Zuschauer. – SR: Brunner.

Tor: 0:1 Pululu (59.).

SC Brühl SG: Heim – Kucani, Rahimi, Traber, Wörnhard (79. Baralia) – T. Cicek, Zumberi, Mistrafovic (63. Stadler), Dorta – A. Cicek (63. Lymann), Bahtiyari.

FC Biel-Bienne 1896: Fohouo – Samba, Kuzmanovic, Paviot, De Freitas – Maurer (35. Moulin), Jakob (58. Mäder) – Beltran (80. Ombala), Asani, Pululu (80. De Oliveira) – Bouameur (58. Dzonlagic).

Bemerkungen: Biel ohne Essay, Maltet, Ssebunya, Tebib, Vasic (alle verletzt), Chihadeh (gesperrt). 
Karten: 26. Zumberi (gelb, Foul), 62. Mistrafovic (gelb, Foul).